Institut für Pathologie

Zytodiagnostik

 

Leistungsspektrum


Pathologie Leistungsspektrum

   

Institutsleitung:
Primarius Dr. Walter Höbling, PMPH

Lebenslauf

Das Fach Pathologie beschäftigt sich mit der Erstellung von Diagnosen anhand morphologisch erkennbarer Veränderungen an Gewebeproben und Operationspräparaten. Die Pathologie nimmt oft eine zentrale Stellung im Ablauf der Diagnosestellung sowie Therapieplanung ein und ist hier ein wichtiger Partner für die behandelnden Ärzte.
Die Untersuchungen erfolgen mit freiem Auge (Makroskopie) und nach spezieller technischer Bearbeitung des Materials mithilfe des Mikroskops (Histologie/Cytologie).


Histologische Diagnostik an Biopsien (kleinen Gewebsproben):

Anhand kleiner Gewebeproben werden Diagnosen erstellt, die die Basis für die weitere Behandlung darstellen.

Beispiele:
Gastroenterologie mit Tumordiagnostik (z.B. Magenkrebs, Dickdarmkrebs), Gastritisdiagnostik, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, usw.
  • Pulmologie: Tumordiagnostik, interstitielle Lungenerkrankungen ("Lungenfibrosen") usw.
  • Dermatologie: Hauttumore, entzündliche Hauterkrankungen, usw.
  • Urologie: Prostatastanzbiopsie, Cytologien aus dem Harntrakt, usw.
  • Gynäkologie
 
Intraoperative Schnellschnittuntersuchung:

Intraoperative Bestimmung von Dignität (gutartig/bösartig), Art des Tumors und Radikalität der Resektion

Untersuchung von Operationspräparaten

Erstellung der endgültigen Diagnose inklusive Stadieneinteilung entsprechend internationalen Standards und Beurteilung der Resektionsränder zur Radikalitätsbestimmung. Aufdeckung zusätzlicher, klinisch nicht erkennbarer Veränderungen

Immunhistologische Untersuchungen:

Spezialuntersuchung, bei der mittels farbstoffmarkierter Antikörper besondere Gewebeeigenschaften untersucht werden können:
  • Cytologische Diagnostik
  • Exfoliativcytologie:
    Spontan oder forciert von einer Oberfläche abgeschilfertes Zellmaterial wird untersucht (Portioabstrich, Sputum, Bronchialsekret, Harnsediment, Blasenspülflüssigkeit, Pleuraerguss, Ascites, usw.).

Aspirationscytologie:

Durch Feinnadelpunktion kann Zellmaterial aus praktisch jedem Organ gewonnen werden. Tastbare Läsionen werden vom Pathologen selbst punktiert, alle anderen Veränderungen müssen radiologisch-sonographisch gezielt punktiert werden. Eine Sonderstellung nimmt die Schilddrüse ein, deren Punktion eine Domäne der Nuklearmedizin ist.

Gynäkologisch-cytologische Untersuchung:

Die Untersuchung ist als Screeninguntersuchung Teil der Krebsvorsorgeuntersuchungen für Frauen und bietet die Möglichkeit, Vor- und Frühstadien des Gebärmutterhalskrebses zu erkennen. Das Screening erfolgt durch eigens ausgebildete BMAs unter Supervision durch die Fachärzte.

Obduktion:

Die klinische Obduktion hat in der Beantwortung klinisch offen gebliebener Fragen, sowie in der Dokumentation der terminalen Gesamtsituation hohe Relevanz. Darüber hinaus kommt ihr eine wichtige Rolle in der Todesursachen- und Krankheitsstatistik sowie in der Ausbildung von Ärzten und Medizinstudenten zu. Verglichen mit den anderen Aufgaben stellt die Obduktion jedoch nur ein kleines Segment der Tätigkeit des Pathologen dar.

Molekulargenetische Untersuchungen:

Molekularpathologische Untersuchungen spielen eine zunehmend entscheidende Rolle in der Krebstherapieplanung. Am Institut etabliert ist die Fluoreszenz in situ-Hybridisierung, die vor allem für die Untersuchung des Her2-neu-Gens (Relevanz für Brust- und Magenkrebs) genutzt wird. Mutationsanalysen werden teilweise in Kooperation mit dem Institut für Hygiene und Mikrobiologie im Haus, teilweise in Kooperation mit einem auswärtigen molekulargenetischen Labor durchgeführt.



 

 

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